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Gartenpraxis

Tipps für den eigenen Pflanzplan

Jutta Langheineken

Um einen Überblick zu haben, welche Beete zu welcher Zeit belegt sind, ist ein Anbauplan hilfreich. Wir erklären, wie ein Pflanzplan gestaltet wird.

Ein Anbauplan, der den Gemüsegarten rund ums Jahr gut ausnutzt und die Bodengesundheit erhält, ist eine komplexe Aufgabe. Viele Aspekte sind dabei zu berücksichtigen. Deren Gewichtung bestimmen der Gärtner und die Gegebenheiten. Wer noch wenig Erfahrung im Gemüseanbau hat, kann zunächst das Neben- und Nacheinander von Kulturen auf einzelnen Beeten ausprobieren.

Pflanzplan zeichnen

Um einen Überblick zu haben, welche Beete zu welcher Zeit belegt sind, ist ein Anbauplan hilfreich. Zeichnerisches Talent oder eine maßstabsgetreue Abbildung der Gemüsebeete ist nicht notwendig. Auf einem Blatt werden am oberen Rand die 12 Monate des Jahres auf einem Zeitstrahl eingezeichnet.

Darunter wird pro Beet ein Kasten aufgemalt. In diesem markiert man mit Linien oder Balken, in welchen Monaten das Beet mit der jeweiligen Kultur belegt ist. Die Angaben, wie lange die Pflanzen auf dem Beet stehen, findet man auf Samentütchen oder in Saatgutkatalogen. Ist die Hauptkultur eingezeichnet, ist einfach zu erkennen, in welchen Monaten noch gesät oder gepflanzt werden kann.

Aspekte der Anbauplanung

  • Mischkultur anwenden: Hier werden Gemüsearten zueinander gepflanzt, die positive Effekte aufeinander haben.
  • Vor- und Nachkulturen einplanen: Arten mit kurzer Kulturdauer können durch Vor- oder Nachkulturen ergänzt werden.
  • Boden verbessern: Manche Pflanzen hinterlassen Stickstoff im Boden, andere lockern ihn mit langen Wurzeln tiefgründig, dritte belässt man auf dem Beet, um den Anteil organischer Substanz zu erhöhen, was wiederum das Bodenleben fördert.
  • Anbaupausen berücksichtigen: Damit sich Pflanzenkrankheiten nicht im Boden anreichern, sollten die Pflanzenfamilien nur mit mehreren Jahren Abstand auf der gleichen Fläche angebaut werden.
  • Nach nährstoffbedarf gruppieren: Sogenannte Starkzehrer wie Kopfkohl-Arten oder Porree benötigen viel Stickstoff, Schwachzehrer wie Erbsen oder Radieschen wenig. In der Planung sollten Schwachzehrer nach Starkzehrern eingeplant werden.
  • Nicht alles gleichzeitig: Um Möhren oder Radieschen über einen langen Zeitraum zu ernten, werden sie in Sätzen ausgesät, alle zwei bis vier Wochen in kleinen Mengen statt einmal eine große Menge.

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